Städtisches Heriburg Gymnasium Coesfeld






Schüleraustausch mit Laval (Frankreich)

Im Herbst 1986 reisten zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler des Heriburg-Gymnasiums nach Laval (300 km westlich von Paris), um zwei Wochen in der Familie ihres jeweiligen 'corres' vom Lycée Immaculée-Conception zu verbringen. Der Besuch war ein so nachhaltiger Erfolg, dass in diesem Schuljahr  bereits die 20. Schülergruppe (Jgst. 9/ 10) nach Laval fahren wird.

Der Aufenthalt bietet die Möglichkeit, sehr eng an die französische Lebenswirklichkeit v.a. in den Bereichen Familie/ Schule/ Freizeit heranzukommen. So nehmen die Schüler/innen am Unterricht teil, arbeiten in Gruppen (dt./ fr.) zu unterschiedlichen Themen (Freizeitverhalten, Schulalltag, Tabak/ Alkohol bei Jugendlichen …), besuchen eine 'école maternelle', ergehen sich - teils mit, teils ohne ihre 'corres' - in sportlichen Aktivitäten u.a.m. Kulturelle Höhepunkte der Region sind selbstverständlich auch Bestandteil des Programms: Besichtigung des Mont Saint-Michel, Besuch des 'Mémorial' in Caen und des Musée Tatin in Cossé, Besichtigung eines Höhlendorfs an der Loire…

Nicht wenige Schüler/innen, die in der Oberstufe Französisch weiter belegen, führen dieses auf die Teilnahme am Austausch zurück, der ihnen motivierende Erfahrungen ermöglicht hat. Einige Schülerinnen haben während des Schuljahrs, das dem Aufenthalt folgte, für ein Trimester das 'Immac' besucht. Darüber hinaus war für einige Teilnehmer/innen der Besuch in Laval der Beginn einer langjährigen deutsch-französischen Freundschaft.

Ab dem nächsten Jahr haben mit einem gewissen Maß an Eigeninitiative ausgestattete Schüler/innen der Jgst. 11 die Möglichkeit, ihr Betriebspraktikum auch in Laval abzulegen. Die Betreuung während des Praktikums wird von Lehrkräften unserer Partnerschule erfolgen.

 

Der Schüleraustausch zwischen Coesfeld und Laval feiert sein Zwanzigjähriges...

Es ist nicht immer einfach, sich zu erinnern, vor allem nach so langer Zeit, wie und wann einmal alles angefangen hat.

Bei unserem Austausch ist das allerdings ganz einfach. Alles begann 1986, im Jahr der Katastrophe von Tschernobyl. Dieses Ereignis wurde in Frankreich anders wahrgenommen als in Deutschland, und dieser Unterschied ist uns so aufgefallen, dass er über die Jahre im Gedächtnis geblieben ist.

Trotz dieses dramatischen Kontextes stand der Austausch von Anfang an unter einem guten Stern: Mehr als tausend französische und deutsche Schülerinnen und Schüler, viele Lehrerinnen und Lehrer haben in all den Jahren jeweils zwei Wochen in Laval und Coesfeld verbracht, neue Bekanntschaften gemacht und nicht wenige haben Freundschaften geknüpft, die immer noch andauern.

Das war vor allem der Fall für Albertine Arnolds, Deutschlehrerin aus Laval und Gisbert Kunze, Französischlehrer aus Coesfeld, um nur diese beiden zu nennen.

Diese freundschaftlichen Beziehungen – nach zwanzig Jahren ist einem das klar – sind die Triebfeder für die Bereitschaft, jedes Jahr einen Austausch mit viel Zeit- und Energieaufwand durchzuführen. Dabei ist die Unterstützung von Lehrerkollegium und Schulleitung genauso wichtig, was an beiden Schulen bis heute gut funktioniert hat.

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